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Übersicht zu Reitabzeichen

Ratgeber Pferde-Reitabzeichen: Abzeichen im Jagdreiten

Im Herbst trifft man vielerorts Reiter an, die an Reitjagden teilnehmen. Eine gute Vorbereitung ist überaus wichtig, um unschöne Missgeschicke zu vermeiden. Ein Abzeichen im Jagdreiten bereitet den Reiter u. a. auf die Aufgaben eines Pikeurs vor und ist somit grundlegend für eine rundum positive Erfahrung rund um das Jagdreiten.

Die Stufen des Jagdabzeichens

  • Stufe 1. Dieses Abzeichen ist an Reiter adressiert, die die Teilnahme an einer Jagd im springenden Feld anstreben – bei einer Reitjagd wird zwischen „Springern“ und „Nicht-Springern“ unterschieden. Im Fokus der Prüfung stehen Sicherheitsfragen, daneben spielt die Beurteilung der Eignung sowie Einsatzfähigkeit des Pferdes eine elementare Rolle. Dem Teilnehmer werden grundlegende Kenntnisse für die Teilnahme an einer Jagd im springenden Feld vermittelt; abschließend erfolgt die Überprüfung des Wissensstandes. Interessierte Reiter werden für die Beurteilung des Zustandes des Tieres, für sicherheitsorientiertes Verhalten und Vorgehen in Notsituationen geschult und vorbereitet. Die Voraussetzungen ähneln denen des Wanderreitabzeichens: Der Prüfling muss mindestens 12 Jahre alt und im Besitz des Reitpasses sein. Auch das Ablegen eines Erste-Hilfe-Kurses ist Pflicht (dieser darf nicht länger als vier Jahre zurückliegen).  

    Der praktische Prüfungsteil spielt sich zu Beginn auf dem Außenplatz ab – das Pferd wird vorgestellt. In der Folge findet ein Ausritt mit anderen Reitern im Gelände statt, der Fokus liegt hier u. a. auf dem geordneten Reiten in der Gruppe. Zu den Anforderungen zählen zudem die Überwindung natürlicher Hindernisse sowie der Gruppengalopp in wechselnden Tempi.

    Die Theorie konzentriert sich auf allgemeine Themenbereiche wie z. B. Reit- und Pferdeausrüstung für die Jagd, Tierschutz und Unfallsicherheit. Ebenso thematisiert der theoretische Teil das Verhalten während der Jagd (Fuchsjagd und Schleppjagd), die Aufgaben der Jagdchargen als auch das Brauchtum der Jagd (inkl. Hornsignale, Hunderassen).

    Die Prüflinge erhalten keine Noten, sondern eine Beurteilung in Form von „bestanden“ oder „nicht bestanden“.

 

  • Stufe 2. Aufgabe der Stufe 2 des Jagdabzeichens ist es, die in Stufe 1 erworbenen Kenntnisse zu vertiefen. Voraussetzung sind das Jagdabzeichen Stufe 1 und der Besuch eines Erste-Hilfe-Kurses in den letzten vier Jahren. Das Abzeichen richtet sich im speziellen an Teilnehmer, die Interesse an der Jagdplanung und -durchführung haben und sich eine Vorbereitung auf den Einsatz als Pikeur wünschen.

    In der Praxis erfolgt zunächst die Vorstellung des Tieres auf dem Außenplatz. Folgend muss ein Ausschnitt einer jagdlichen Hindernisstrecke allein sowie anschließend in der Gruppe überwunden werden.

    Der theoretische Teil konzentriert sich auf Kenntnisse hinsichtlich der Planung einer Schleppjagd, Meutewesen und die Führung einer Schleppe. Weiterhin werden Grundsätze der Streckenauswahl, jagdreiterliche Ethik, Genehmigungsverfahren sowie Ordnungs- und Notdienste thematisiert.

    Die Prüfung wird mit „bestanden“ oder „nicht bestanden“ abgeschlossen.

 

Mehr Informationen rund um das Thema Jagdreiten erhalten Sie im Ratgeber Jagdreiten - der ideale Sport für Pferd, Hund und Mensch.

 

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