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Hunderatgeber

Aggressionen bei Hunden – Wie lassen sich Beißereien vermeiden?

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Viele Hunde entwickeln eine gefährliche Aggression gegenüber ihren eigenen Artgenossen

Viele Hundebesitzer werden beim Gassi gehen von der stetigen Sorge begleitet, dass ihr geliebter Vierbeiner in eine Beißerei mit einem anderen Hund verwickelt werden könnte. Viele Hunde entwickeln eine gefährliche Aggression gegenüber ihren eigenen Artgenossen. Zum Glück passieren ernste Vorfälle relativ selten. Doch mit Erfahrung in der Hundehaltung und konsequenter Erziehung lassen sich gefährliche Konfrontationen zwischen Hunden verhindern. Viele Menschen und auch der Gesetzgeber halten bestimmte Hunderassen für natürlich aggressiv/gefährlich und fassen diese unter dem Termini Kampfhunde zusammen. Tatsächlich entscheidet die Erziehung maßgeblich über die Entwicklung der Hunde.

Erziehung für Welpen – Vorbeugung betreiben

Schon erste Erfahrungen im Leben eines Welpen beeinflussen dessen Aggressionsverhalten. Verantwortungsvolle Hundeerziehung sollte in den frühen Jahren ansetzen, um Welpen vorzubereiten. Lesen Sie im Beißratgeber mehr über Hundeerziehung und wie Sie Welpen Beißaggression abgewöhnen.

Präventionsarbeit ist alles

Um aggressives Verhalten unter Hunden zu vermeiden, muss der Besitzer gewisse Maßnahmen einleiten. So sollte der vierbeinige Spaziergänger stets angeleint sein. Ein freies Herumlaufen sollte nur für Hunde möglich sein, die ihrem Besitzer zuverlässig gehorchen und jederzeit abgerufen werden können. Wenn bereits aus der Ferne ein nicht angeleinter Hund entdeckt wird, sollten Sie den anderen Hundebesitzer darum bitten, sein Tier ebenfalls anzuleinen, falls Ihr mitgeführter Vierbeiner zu Rauferein neigt. Verträgt sich der eigene Hund mit anderen Artgenossen in der Regel gut, sollten Sie mit dem anderen Hundebesitzer abstimmen, ob sich die beiden Tiere beschnuppern dürfen. Ist dieser damit einverstanden, erlauben Sie Ihrem Hund mit einem freundlichen Kommando diese Begegnung. So wird Ihrem Hund deutlich, dass eine Annäherung zu einem Artgenossen nur nach Ihrer Erlaubnis möglich ist.

Gekonnter Umgang mit der Leine

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Beginnt Ihr angeleinter Hund in die Richtung eines fremden Artgenossen zu zerren, muss dieses Verhalten sofort unterbunden werden.

Ein Führen des Hundes an der Leine ist eine wichtige Maßnahme, die jedoch gelernt sein will. So ist das oberste Gebot einen Leinensalat zu vermeiden. Friedliche Hunde, die sich so miteinander verheddern, tendieren zu aggressivem Verhalten. Sind die räumlichen Möglichkeiten gegeben und beide Hunde sich freundlich gesonnen, sollten zum Spielen daher die Leinen vom Halsband gelöst werden. Beginnt Ihr angeleinter Hund in die Richtung eines fremden Artgenossen zu zerren, muss dieses Verhalten sofort unterbunden werden. Geben Sie ihm ein scharfes „Nein“ und wechseln Sie gegebenenfalls mehrmals die Straßenseite. Manchmal hilft es auch Pausen einzulegen. Werden Teleskopleinen verwendet, muss stets bedacht werden, dass die Arretierung Zeit kostet. Wird ein anderer Hund entdeckt, sollten Sie daher stets rechtzeitig die Leine kürzen.

Wenn es droht zu passieren – Anbahnung einer Beißerei

Wenn Sie bemerken, dass sich eine ernsthafte Rauferei zwischen Ihrem Hund und einem anderen Vierbeiner entwickelt, sollten Sie frühzeitig eingreifen. Rufen Sie Ihren Hund umgehend bei Fuß und führen Sie ihn weit von seinem Rivalen weg. Ist es dafür schon zu spät, reagieren Sie jetzt auf keinen Fall mit Tritten oder Schlägen gegen die Hunde. Stattdessen fragen Sie den anderen Hundehalter, ob er bereit zu einer gemeinsamen Trennungsaktion ist. Bei dieser packen die Halter zur selben Zeit ihren eigenen Hund am Halsband sowie an den Hinterläufen. Energisch werden die Hunde voneinander weggezogen und anschließend weggeführt. Sollte sich ein Tier in das andere verbissen haben, drücken Sie dem beißenden Hund die Luft ab, indem Sie sein Halsbad verdrehen. Anschließend sollten Sie Ihren Hund umgehend zum Tierarzt bringen, um äußere und mögliche innere Verletzungen abklären zu lassen. Wenn Sie sich jedoch allein in dieser Situation befinden, greifen Sie bei der Rauferei nicht ein. Es besteht die Gefahr, dass ein um sich beißender Hund ihre Hand erwischt. Dies fällt schwer, aber meistens gehen die Kämpfe glimpflich aus.

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Bildquellen:
Bild 1: © Pixabay.com / freegr
Bild 2: © Pixabay.com / Alexas_Fotos

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