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Schafe - Tipps für Haltung und Schafzucht

Grafik Schafe Haltung und Zucht Bei der Schafhaltung gilt es einiges zu beachten. (Einfach klicken zum Vergrößern)

Schafe gehören zu den ältesten Haustieren der Menschen. Bereits vor 11.000 Jahren züchtete man sie im Orient. Das Mufflon ist die Stammform der Schafe. Da sie sehr genügsam und anpassungsfähig an klimatische Bedingungen sind, hält man sie als Haustiere sehr gern. Schafe sind Herdentiere, die Böcke hingegen sind Einzelgänger und kommen nur zur Paarungszeit zur Herde. Trotzdem können sie sich leicht in jedem Lebensraum zurechtfinden und sich schnell anpassen.

Heutzutage leben Schafe so gut wie auf dem ganzen Globus verteilt, während in Deutschland etwa 1,7 Millionen gehalten werden. Schafe gehören generell zu den Hornträgern und können je nach Rasse circa 1,50m lang und zwischen 75 und 120kg schwer werden. Im Folgenden erfahren Sie worauf man bei der Haltung und Zucht von Schafen achten muss.

Schafe als Nutztiere

Nutztiere sind generell Wildtiere, die an die Bedürfnisse der Menschen gewöhnt sind. Dabei halten und züchten Menschen diese Tiere, um sie dann anschließend weiterverwerten zu können. Dadurch erhalten sie dann Nahrung und Kleidung. Die Nutztiere können als Milchtiere, Fleischtiere, Arbeitstiere oder aufgrund ihres Fells gehalten werden. Schafe werden natürlich zur Fleischgewinnung genutzt. Heute nutzt man sie auch zur Milchgewinnung, es werden Joghurt, Käse oder Kefir hergestellt. Kerzen und Seife fertigt man aus ihrem Talg, für die Bestellung der Felder wird Dung genutzt.

Wie werden Schafe gehalten?

Bild Dickwolliges Schaf / Heidschnucke Als Umzäunung für die Schafe sollte eine Zaunart gewählt werden, die keine Gefahr für die Tiere darstellt.

Stallhaltung

Schafe sind ursprünglich Weidetiere, weswegen sie sich im Freien der Natur sehr wohlfühlen. Es kann jedoch sein, dass die Weidehaltung aufgrund von klimatischen Umständen des Landes und ebenso aus wirtschaftlichen Gründen nicht ganzjährig möglich ist. Ein Schafstall sollte dabei so aufgebaut sein, dass ein arttypisches Verhalten der Schafe möglich ist und diese auch steuerbar sind. Laufställe können Vorteil sein, da die Nutztiere sich hier auf eine natürliche Weise in Herden bewegen können.

Die Böden im Stall müssen im Liegebereich möglichst weich und wärmegedämmt oder zumindest mit ausreichend Stroh ausgelegt sein. Zudem fühlen sich Schafe in kühlen und trockenen Stallungen deutlich wohler als sie es in warmen und feuchten Stallungen tun. Die wolligen Nutztiere nehmen jede Möglichkeit wahr, um sich im Freien zu bewegen. Sogar im Winter bekommen sie oft und viel Auslauf, den sie sichtlich genießen. Dies ist auch an den Bauweisen der Stallungen erkennbar, da der Trend eindeutig in Richtung von Stallungen geht, die nicht vollkommen geschlossen sind.

Weidehaltung

Schafe können auf verschiedenen Standorten gehalten werden. Da sie Bewegungstiere sind, brauchen sie also viel Platz und Bewegung. Besonders artgemäß ist die Weidehaltung, hier können sie ihr Futter weitläufig suchen. Schafe sind Wiederkäuer, ihr Nährstoffbedarf muss jedoch ausreichend gedeckt sein. Auf einer Standweide haben die Schafe auch ausreichend Platz, diese muss jedoch eingezäunt sein. Diese Weide hat jedoch den Nachteil, dass sie schnell mit Kot verunreinigt und viel Futter zertrampelt werden kann. Eine Heugewinnung ist hier auch nicht möglich.

Weiden und Wiesen für Schafe

Bild Lamm auf der Wiese Zwei Wochen nach der Geburt kann das Lämmchen auch Heu fressen.

Die Umtriebweide ist optimal, denn Schafen steht nur ein kleiner Teil zum Abgrasen zur Verfügung, die anderen Teile können nachwachsen, bis auch hier die Schafe grasen. Auch kann man so das Heu ausreichend gewinnen. Nachteilig ist nur, dass die Schafe regelmäßig umgetrieben werden und Zäune umgesteckt werden müssen. Einige Schafrassen leben nur im Stall oder Unterstand. Damit alle Tiere freien Zugang haben, muss jedoch eine Seite offen bleiben. Schutz gegen Kälte und Nässe bietet ein Stallvorplatz mit überstehendem Dach. Zweckmäßige Futtertröge werden an der hinteren Wand angebracht und auch der Wassertrog muss für alle gut erreichbar sein. Günstige Ausstattungen für Nutztiere finden sich über die Kleinanzeigen.

Wichtige Schafrassen

Landschafrassen

Typische Vertreter des Landschafrassen sind unter anderem das Coburger Fuchsschaf, das Merino-Landschaf, das Jakobsschaf und die Heideschnucke. Ihre besonderen Merkmale sind die gute Fruchtbarkeit und Widerstandsfähigkeit. Ein zusätzlicher Vertreter der Landschafrassen ist die Gruppe der Bergschafrassen, wozu beispielsweise das Tiroler Bergschaf, das Weiße Alpenschaf, das Juraschaf und die sogenannte Walliser Schwarznase gehören. Diese Rassen zeichnen sich durch ihre robuste, fruchtbare und alptauglich Art aus. Zudem gibt es noch gefährdete Schafrassen, die zu den Landschafrassen gezählt werden können. Diese sind jedoch aufgrund ihrer geringen Population vom Aussterben bedroht. Dazu gehören unter anderem das Alpine Steinschaf, das Braune Bergschaf, das Krainer Steinschaf, das Kärntner Brillenschaf und das Montafoner Steinschaf.

Fleisch- und Milchschafrassen

Fleischschafrassen haben eine sehr stark ausgeprägte Muskulatur. Während der Produktion von Qualitätslämmern werden sie oft als Kreuzungspartner mit den fruchtbaren Landschafrassen genutzt. Dabei werden die Muttertiere der Landschafrassen und die Vatertiere der Fleischschafrassen eingesetzt. Die wichtigsten Vertreter sind hier das Schwarzköpfige Fleischschaf, Texel und Suffolk. Milchschafrassen zeichnen sich hingegen besonders durch ihre hohe Milchleistung und ihre schwach ausgeprägte Muskulatur aus. Zu ihnen zählen das Ostfriesische Milchschaf und das Lacaune-Schaf. In ihrem Brunstverhalten sind Fleisch- und Milchschafe generell saisonal geprägt.

Die Schafzucht - Wie züchtet man Schafe?

Bild Zwei Lämmchen auf der Weide Trächtige Schafe und Lämmer benötigen generell viel Ruhe und Schutz vor Kälte und Nässe.

Hat man eine Herde Milchschafe und keinen Bock, kann dieser auch ausgeborgt werden. Über die Kleinanzeigen für Schafe finden sich Schafböcke für die Schafzucht. Böcke werden spätestens mit zwölf Monaten deckfähig, die weiblichen Schafe nach achtzehn Monaten geschlechtsreif. Sie müssen jedoch 80 % ihres Endgewichts haben, sonst sind ihre geborenen Lämmer zu klein und schwach. Die Paarungszeit liegt im Herbst, die Brunst dauert bis zu 36 Stunden. Am Urin des Weibchens erkennt der Bock die Paarungsbereitschaft. Ist das weibliche Schaf trächtig, werden nach 150 Tagen kleine Lämmer geboren.

Das Schaf bekommt nur bestes Futter und eine Wurmkur, bis zur Geburt sollte es selten gemolken werden. Die Nabelschnur reißt allein ab, Schleim und Blut aus der Nase und dem Maul des Lämmchens sollten jedoch entfernt werden. Bereits nach zwanzig Minuten steht es auf den Beinen und verlangt das mütterliche Euter. Ab der zweiten Woche kann das Lämmchen bereits Heu fressen. Soll das Mutterschaf nicht als Milchschaf genutzt werden, kann das Lämmchen drei bis fünf Monate von der Mutter Milch trinken.

Wenn Sie Schafe kaufen wollen, bieten sich untenstehende Kleinanzeigen an. Für den Transport der Schafe nach dem Kauf, beachten Sie bitte die Transporttipps hier: Wie transportiere ich Schafe? Auf diese Weise startet man richtig in die Schafhaltung und -zucht.

 

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