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Ratgeber Babysitter

Kochen, Wickeln, Trösten
Babysitter sind mehr als reine Spielkameraden

Babysitter lernt mit Kindern
Babysitter können auch bei den Hausaufgaben helfen

Ob Schüler oder Rentnerin, ob stundenweise oder in Vollzeit - wer sich entschließt, als Babysitter zu arbeiten, der entscheidet sich für einen abwechslungsreichen, spannenden aber auch anstrengenden Job, für den die Freude am Umgang mit Kindern zwar die Grundvoraussetzung ist, aber längst nicht ausreicht. Denn auf fremde Kinder jeden Alters aufzupassen, setzt eine ordentliche Portion Verantwortungsbewusstsein sowie Organisationsfähigkeit, Kreativität und nicht zuletzt Stressresistenz voraus.

Damit der Job auch auf Dauer Spaß macht, sollten sich zukünftige Babysitter also bereits im Vorhinein darüber klar sein, welche Altersgruppen sie betreuen wollen, zu welchen Tages- und Nachtzeiten sie verfügbar sind, ob sie an regelmäßigen oder eher sporadischen Terminen interessiert sind, und nicht zuletzt, wie langfristig sie die Babysittertätigkeit planen. Denn nicht selten suchen Eltern einen verlässlichen und dauerhaften Partner, der eine enge Beziehung zu ihrem Kind aufbaut.

Auch Eltern, die einen Babysitter suchen, sollten sich genau überlegen, was sie von einem Babysitter erwarten. Wollen sie ab und zu einmal abends ins Kino, oder suchen sie eine Vollzeitnanny, die das Kind von der Kita abholt, zum Sportkurs bringt und dass Abendessen vorbereitet?

Geduld und Verantwortung für die ganz Kleinen

Was genau ein Babysitter leisten muss, hängt in erster Linie vom Alter des Kindes ab. Eltern, die schon ihren ganz kleinen Sprössling betreuen lassen wollen, sollten gezielt nach Babysittern suchen, die Erfahrung im Umgang mit Säuglingen und Babys mitbringen. Denn Fläschchen zubereiten, Wickeln und ein schreiendes Baby in den Schlaf wiegen erfordert viel Geduld und Einfühlungsvermögen. Nehmen Sie sich Zeit und besprechen sie alle anfallenden Aufgaben. Am besten gehen sie diese mehrmals gemeinsam miteinander durch, sodass diese Handgriffe Babysitter und Kind vertraut sind. Auch ein schriftlicher Zeitplan, in dem Essens- und Schlafenszeiten vermerkt sind, kann Hilfestellung geben. Sprechen sie vorab darüber, ob, zum Beispiel während der Schlafenszeiten, einfache Tätigkeiten im Haushalt erledigt werden sollen. Bedenken sie jedoch: Ein Babysitter ist keine Haushaltshilfe und sollte sich in erster Linie um das Wohl des Kindes kümmern.

Spaß und Aktion mit größeren Kindern

Kinder malen
Aktivitäten wie Malen fördern das Kind und machen Spaß

Bei größeren Kindern geht es oft in erster Linie darum, gemeinsam eine schöne Zeit zu verbringen, neue Impulse zu geben und eine vertrauensvolle Freundschaft aufzubauen. Die Kinder können sich schon selber verständigen und ihre Wünsche und Bedürfnisse äußern. Doch neben Spiel und Spaß stehen bei größeren Kindern auch Hausaufgaben, Hobbys oder Treffen mit Freunden auf dem Programm. Oftmals gehört es zu den Aufgaben des Babysitters, das Kind von der Kita abzuholen und zu Veranstaltungen wie Musikunterricht oder Sportverein zu bringen oder Arzttermine mit dem Kind wahrzunehmen. Auch hier ist ein genauer Zeitplan mit Adressen und Anfahrtswegen hilfreich. Kennt sich der Babysitter in der Umgebung nicht aus, so sollten die wichtigsten Wege (z.B. zu Spielplätzen, zur Kita, zur Schule, zu Vereinen etc.) gemeinsam abgegangen werden. Besprechen sie am Besten auch im Vorhinein, mit wem sich ihr Kind treffen darf, wann welche Mahlzeiten eingenommen werden und was das Kind zwischendurch essen darf.

Umziehen, Zähne putzen, Buch vorlesen - wollen Eltern ins Kino oder Theater, können sie meist nicht warten, bis die Kinder schlafen. Anders als tagsüber ist es also Aufgabe des Babysitters, die oft noch putzmunteren Knirpse abends zur Ruhe zu bringen. Rituale wie Vorlesen, Geschichten erzählen oder Lieder singen können helfen, die von den Eltern vorgegebene Schlafenszeit einzuhalten. Auch bei größeren Kindern kann es sein, dass sie nachts aufwachen, unruhig sind oder Albträume haben. In solchen Situationen sollte der Babysitter einfühlsam auf das Kind eingehen und es beruhigen. Im Zweifelsfall hilft ein kurzer Anruf bei den Eltern, die dann über das weitere Vorgehen entscheiden können.

Wünsche und Probleme offen ansprechen

Ausschlaggebend für eine gelungene Betreuung und das Wohl des Kindes ist in erster Linie, dass Babysitter und Eltern ein offenes und vertrauensvolles Verhältnis pflegen und Wünsche, Veränderungen oder Probleme rechtzeitig ansprechen.

 


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