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Hühnerrassen-Lexikon Übersicht

Seidenhühner Rasseportrait: Herkunft, Haltung und Körperbau

Kurzinfo:

Gewicht Henne 1,1-1,4 kg
Gewicht Hahn 1,4-1,7 kg
Legeleistung im Jahr 80 Eier pro Jahr
Eiergewicht 40 g
Farben Weiß, perlgrau, gelb, rot, wilfarbig,
schwarz, blau, grau-silber
Herkunft Ostasien
Seidenhuhn / Seidenhühner Es gibt verschiedene Formen des Seidenhuhns. (Einfach klicken zum Vergrößern)

Körperbau & Aussehen

Erscheinungsformen des Seidenhuhns

Es gibt verschiedene Formen des Seidenhuhns, die sich voneinander in Größe und Aussehen unterscheiden. Das Japanische Seidenhuhn hat eine schwarze Haut, das Siamesische eine weiße. Von Letzterem gibt es wiederum eine Zwergform, das sogenannte Zwerg-Seidenhuhn. Das Farbspektrum des Gefieders der Seidenhühner ist äußerst vielfältig. Es reicht von weißer Farbe über gelb, grau, blau, rot, und wildfarbig bis hin zu schwarz.

Besonderheiten von Seidenhühnern

Aufgrund der im Vergleich zu anderen Hühnerrassen andersartigen Struktur der Federn sieht das Gefieder der Seidenhühner oft eher aus wie Fell als wie Federn. Alle Seidenhühner haben türkisblaue Ohrenscheiben und nicht wie andere Hühnerrassen vier, sondern fünf Zehen auf jeder Seite.

Körperbau des Seidenhuhns

Der Körperbau der Tiere ist eher gedrungen, besonders die Hennen erwecken diesen Eindruck. Ein weiteres charakteristisches Merkmal der Rasse ist der vergleichsweise kleine Kopf, der jedoch – fast wie zum Ausgleich – von einem buschig wirkenden Schopf geziert wird.

Haltung des Seidenhuhns

Seidenhuhn Seidenhühner sind besonders exotisch.

Die Federn des Seidenhuhns haben – wie der Name der Rasse im Grunde bereits andeutet – einen besonders weichen Schaft. Daher sind die Tiere flugunfähig, was für die Haltung insofern ein erheblicher Vorteil ist, als dass du das Gehege nicht besonders hoch einzäunen musst.

Da Seidenhühner nicht fliegen können, sind sie vergleichsweise gute Läufer, auch wenn man ihnen das auf den ersten Blick nicht unbedingt ansieht. Trotzdem benötigen die Tiere nicht unbedingt besonders viel Platz. Es ist ohne Probleme möglich, sie im Freiland zu halten, für eine möglichst artgerechte Haltung empfiehlt sich das sogar, den Tieren sollte jedoch immer die Möglichkeit gegeben sein, sich bei Regen im Trockenen unterstellen zu können, da sie es absolut nicht mögen, wenn ihr Gefieder nass wird.

Für wen eignen sich Seidenhühner?

Eine weitere Besonderheit der Tiere ist auch, dass nicht nur ihre Haut dunkel ist, sondern auch das Fleisch. Obwohl es sich geschmacklich nicht von dem anderer Hühnerrassen unterscheidet, ist der Anblick auf dem Teller in jedem Fall eine Besonderheit. Da Seidenhühner eher klein sind, sind sie für die Fleischproduktion nicht besonders ergiebig. Da ja auch die Legeleistung nicht ungemein dominiert, eignen sich die Tiere eher für Liebhaber exotischer Geflügelrassen als für kommerzielle Zwecke.

Zucht von Siedenhühnern

Seidenhühner eigenen sich gut für die Zucht, da sich die Tiere sehr gewissenhaft um ihre Brut kümmern. Allerdings ist die Legeleistung der Tiere mit nur etwa 80 Eiern pro Jahr im Vergleich mit anderen, in jüngerer Zeit gezüchteten Hühnerrassen nicht sehr hoch. Die Schalen der Eier des Seidenhuhns sind hellbraun.

Geschichte und Herkunft

Bei den Seidenhühnern handelt es sich um eine extrem alte Hühnerrasse. In Europa fanden die Tiere erstmals in einem Reisebericht des Italieners Marco Polo aus dem 13. Jahrhundert Erwähnung, der den Hühnern auf seinen Reisen durch China und die Mongolei begegnet sein soll, es ist jedoch auch gut möglich, dass der Ursprung der Rasse noch deutlich weiter in der Vergangenheit liegt.

Im 18. hatte es das Seidenhuhn auch bis nach Europa geschafft, wo es nicht selten von Schaustellern gehalten wurde, die es aufgrund seines fellartigen Gefieders als Kuriosität zur Schau stellten oder es gar als ein Mischwesen aus Huhn und Kaninchen oder Katze anpriesen. Der genaue Ursprung der Seidenhühner ist wegen des hohen Alters der Rasse allerdings nicht genau bekannt, es wird aber vermutet, dass es sich um die domestizierte Form eines Wildhuhns handelt, das ursprünglich im Himalaja und dem Gebiet der heutigen Mongolei verbreitet war.

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Bildquellen:
Bild 1: © markt.de
Bild 2: © Pixabay.com / ceskyfreund36

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