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Hühnerrassen-Lexikon Übersicht

Cochinhühner Rasseportrait: Herkunft, Haltung und Körperbau

Kurzinfo:

Gewicht Henne 3,0-4,5 kg
Gewicht Hahn 3,5-5,5 kg
Legeleistung im Jahr 120 Eier pro Jahr
Eiergewicht 53 Gramm
Herkunft China
Cochinhuhn
Cochinhühner kommen trotz ihrer Größe auch mit wenig Auslauf zurecht. (Einfach klicken zum Vergrößern)

Körperbau & Aussehen

Das Farbspektrum der Cochinhühner ist äußerst vielfältig. Es reicht von gelbem oder weißem Gefieder über gesperbert, schwarzweißgescheckt und rebhuhnfarbig-gebändert bis hin zu silber- und goldschwarzgesäumt. Das Federkleid der Tiere ist sehr dicht. Im Vergleich zu anderen Hühnerrassen ist der Körperbau der Tiere recht breit. Die Beine der Tiere sind gelb, diese sind in der Regel jedoch nicht sichtbar, da Cochinhühner mit einem sehr langen Federkleid ausgestattet sind, das oft bis zu den Krallen hinabreicht und so die Beine der Tiere verdeckt. Der kurze Hals der Tiere ist ebenso mit einem dichten Gefieder versehen. Das Gefieder ist selbst im Gesicht so dicht, dass es manchmal sogar schwerfallen kann, die Augen der Tiere ohne Weiteres zu erkennen. Im Verhältnis zu dem gedrungenen Körper mit der runden, tief liegenden Brust ist Kopf der Cochinhühner recht klein.

Haltung

Obwohl Cochinhühner im Vergleich zu anderen Hühnerrassen relativ groß und schwer werden, kommen sie auch mit relativ wenig Auslauf gut klar. Wegen des hohen Gewichts sind die Hühner auch keine besonders guten Flieger, daher sind für die Haltung auch keine besonders hohen Zäune notwendig. Cochinhühner sind besonders witterungsresistent, was sie zu einer für die Haltung im Freiland idealen Rasse macht. Die Rasse ist nicht aggressiv und stellt wenige Ansprüche an ihre Umgebung. Lediglich Schlamm sowie hohes Gras eignet sich nicht als Auslauf für die Tiere. Kurzes Gras bietet sich jedoch an.

Die Rasse ist dafür bekannt, leicht zu zähmen zu sein und dem Halter gegenüber schnell zutraulich zu werden. Insgesamt ist das Temperament der Tiere sehr ruhig und ausgeglichen, was die Haltung der Rasse zusätzlich erleichtert. Es kann bis zu eineinhalb Jahre dauern, bis ein Cochinhuhn zu seiner vollen Größe herangewachsen ist, im Vergleich mit anderen Hühnerrassen ist die ein recht langer Zeitraum. Bei den Cochinhühnern handelt es sich um eine sogenannte Zweinutzungsrasse, die aufgrund der Legeleistung von bis zu 120 Eiern im Jahr und einem Höchstgewicht von 4,5 kg bei den Hennen bzw. sogar 5,5 kg bei den Hähnen sowohl für die Produktion von Eiern als auch für die Mast gut geeignet sind. Sollten die Tiere jedoch nicht zum Schlachten, sondern nur als Haustiere gehalten werden, können sie in Gefangenschaft bei guter Pflege ein Alter von bis zu zehn Jahren erreichen. Das üppige und teils weiche Federkleid der Tiere eignet sich übrigens auch hervorragend dazu, damit eine Bettdecke oder Ähnliches zu füllen. Das Fleisch der Cochinhühner ist wohlschmeckend.

Geschichte und Herkunft

Cochinhühner stammen ursprünglich aus dem Gebiet der heutigen Länder Vietnam und Kambodscha, das früher auch unter dem Namen "Cochinchina" bekannt war, daher auch der Name der Tiere. Nach Europa gelangten die Tiere etwa in der Mitte des 19. Jahrhunderts, als der britische Seefahrer Edward Belcher einige Exemplare der Rasse von einer Reise aus Asien mit zurück nach Großbritannien brachte und diese der damaligen Königin Victoria und ihrem Mann überreichte. Sowohl aufgrund ihres Äußeren, das sich stark von allen damals in Europa bekannten Hühnerrassen unterschied, als auch aufgrund der Tatsache, dass sie von der britischen Monarchin gezüchtet wurden, erlangten die Tiere sehr schnell Popularität in ganz Europa. Zu dieser Zeit machte sich in Europa eine Begeisterung für möglichst exotische Hühnerrassen breit und für besonders schöne Exemplare wurden zum Teil recht stattliche Summen bezahlt.

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Bildquellen:
Bild 1: © markt.de

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